Tier und Natur
Auch Briefmarken können nach Erdbeeren und Rosen duften ... (© Swetlana Wall - Fotolia.com)
Michaela 20.7.2017

Der Duft der Briefmarken

Duftmarken aus Bhutan
Duftmarken aus Bhutan (© Bhutan Postal Corporation)

Rosenduft zum Kleben: Wussten Sie, dass es schon 1973 erste Briefmarken mit Duft gab? Das Königreich Bhutan – zwischen Indien und Tibet gelegen – verausgabte damals sechs Duftbriefmarken mit Rosenbildern, die mit duftenden Farben bedruckt waren.

Bhutan ist überhaupt ein innovatives Land, was Briefmarken betrifft – von dort stammen etwa auch die ersten 3-D-Briefmarken der Welt oder Schallplatten-Briefmarken. Mittlerweile gibt es aus vielen Ländern Briefmarken mit Duft, die Aromen reichen von Kaffee und Kakao über diverse Blumen und Früchte bis hin zu Gras und Holz – und wer weiß, was noch alles kommt! Zum Glück ist die Fisch-Briefmarke der Färöer aber keine Duftmarke!

Der Duft eines Obstsalats

Die Deutsche Post gab 2010 ihre ersten Duftbriefmarken heraus, und zwar als Wohlfahrtsmarken, deren Zuschlag wohltätigen Zwecken zugutekommt. Hier sind es nicht Blumen, sondern Obstsorten, die duften: Apfel, Erdbeere, Zitrone und Heidelbeere. Der Duft entfaltet sich, wenn man an der Briefmarke reibt, also nicht beim Ablecken, auch wenn sie sehr verlockend aussehen!

Süßes aus der Schweiz

Duftender Briefmarken-Kleinbogen aus der Schweiz für Schokoholics
Duftender Briefmarken-Kleinbogen aus der Schweiz für Schokoholics (© Schweizer Post)

Die Schweiz ist ja berühmt für ihre ausgezeichnete Schokolade, und das schlägt sich auch in ihren Briefmarken nieder: Eine Sondermarke aus dem Jahr 2001 anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Verbandes Schweizerischer Schokoladenproduzenten lässt einem geradezu das Wasser im Mund zusammenlaufen, und zwar nicht nur wegen des Aussehens, sondern auch wegen des begleitenden Schokoduftes.

Der Kleinbogen mit 15 Duftbriefmarken sieht noch dazu tatsächlich wie eine Tafel Schokolade mitsamt Alufolie rundherum aus – ein geniales Design. Wer da noch widerstehen kann, dem ist nicht zu helfen!

Die Schweizer „Käsemarke“ aus 2008 ist übrigens keine Duftmarke – herzlichen Dank, Schweizer Post!

Belgischer Schokoladenduft

Auch Belgien zog nach und gab einige Jahre später einen Block mit Schokoladebriefmarken heraus. Die einzelnen Marken zeigen Kakaopulver, Schokoladestücke, eine Praline, ein Schokokeks und eine Tafel Schokolade. Die Briefmarken riechen aber nicht nur nach Schokolade, sondern schmecken auch danach: Die Gummierung ist mit Kakaoöl präpariert und schmeckt angeblich beim Ablecken nach „Chocolat belge“.

Süßes aus Belgien: Schoko-Briefmarken mit Duft und Geschmack
Süßes aus Belgien: Schoko-Briefmarken mit Duft und Geschmack (© Belgische Post)

Blumengruß mit Duftbriefmarken

Duftmarke Blumen Österreich
Die österreichische Duftmarke: ein Blumenstrauß (© Österreichische Post)

Am 14. Februar 2002 gab Österreich seine erste Duftbriefmarke heraus: einen bunten Blumenstrauß mit wohlriechendem Rosenduft. Der vom niederösterreichischen Künstler Adolf Blaim gemalte Strauß besteht allerdings nicht aus den klassischen Schnittblumen wie Rosen und Nelken, sondern aus einer bunten Mischung aus Mohnblumen, Taglilien, Königskerzen, Kartoffelblüten und anderen Wiesenblumen. Ein wahrhaft duftiger Gruß zum Valentinstag!

Der Duft wird durch eine spezielle Lackbeschichtung der Briefmarke erzeugt. Dieser Lack enthält winzige Duftkügelchen (Mikrokapseln), die beim Rubbeln aufplatzen und so den angenehmen Geruch freisetzen. Gedruckt wurde die Briefmarke von der Österreichischen Staatsdruckerei, in der es damals Gerüch(t)en zufolge tagelang nach Rosen geduftet haben soll …

 

Duftbriefmarke Erdöl
Auch ein Duft: die Erdöl-Briefmarke (© Österreichische Post)

Die Duftmarke der anderen Art

Österreich kann aber nicht nur mit Rosenduft, sondern auch mit anderen Geruchserlebnissen aufwarten. Auf der Briefmarke anlässlich 75 Jahre Erdölförderung in Österreich hat die Österreichische Post im Jahr 2007 den typischen Geruch des Erdöls eingefangen: Wenn man an dem dargestellten Erdöltropfen reibt, wird das authentische Aroma freigesetzt. Das mag ja für manche Autofahrer vielleicht sogar ein willkommener Duft sein, wer weiß?

 

 

 

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