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Botanische Malerei: zum Anbeißen schön
Michaela 15.4.2020

Botanische Malerei auf Briefmarken

Heutzutage kann jeder mit seinem Handy eine Blume, ein Stück Obst oder eine grüne Pflanze einfach fotografieren. Botanische Malerei ist eine ganz besondere Kunst, mit der man schon vor hunderten Jahren die Natur dokumentierte.

Botanik und Kunst

Botanische Illustration
Botanische Illustration

Ästhetische botanische Illustrationen beeindrucken durch ihr Zusammenspiel von Kunst und Wissenschaft. Mit Feder, Pinsel, Stiften und Farben werden sowohl die Pflanze als Ganzes als auch die besonderen Merkmale festgehalten.

Erfahrene Illustratorinnen und Illustratoren mit dem notwendigen botanischen Fachwissen können auch heute noch Details einer Pflanze präziser und umfassender als in einer Fotografie darstellen. Mit den richtigen Proportionen und feinsten Farbnuancen werden die charakteristischen Merkmale erfasst oder zeitliche Abfolgen von der Knospe bis zur Frucht abgebildet. So ist die Kunst der botanischen Illustration nach wie vor fest in der Wissenschaft verankert.

Botanische Malerei als Hobby

Aber auch unter Laien ist das Interesse an der Kunst der naturgetreuen Darstellung von Blumen, Früchten oder anderen Pflanzenteilen sehr groß. Mal- und Zeichenkurse werden angeboten, in denen man lernt, das Wahrgenommene möglichst genau und detailreich auf Papier zu übertragen. Mit der Zeit wird der Blick geschärft für die besonderen Details einer Pflanze: die feinen Adern von Blättern, die samtige Haut einer Frucht, die Farbschattierungen einer Blüte.

Obst – gemalt und gezeichnet

Apfel Botanische Malerei
Apfelsorten illustriert

So verlockend, dass man am liebsten gleich hineinbeißen würde, sehen Früchte oft auf alten botanischen Illustrationen aus. Ob botanische Fachwerke oder alte Kataloge von Gärtnereien, gezeichnete und gemalte Obstdarstellungen aus längst vergangenen Zeiten sind heute ein wichtiges Hilfsmittel zur Bestimmung alter Obstsorte, die es oft nur noch in wenigen Gärten oder auf einigen Dorfwiesen gibt.

Die Lehre vom Obstbau und von den Obstsorten heißt übrigens Pomologie: 1758 gab der deutsche Gärtner Johann Hermann Knoop mit seinem Werk „Pomologia“ eine erste systematische Obstsortenkunde heraus.

Obst zum Verschicken

Obstbriefmarke zum Ablecken
Obstbriefmarke zum Ablecken

Botanische Malerei auf Briefmarken und Postkarten ist etwas ganz Besonderes. Die Österreichische Post hat ein Postkartenheft herausgegeben, das durch wunderschöne alte Abbildungen von Früchten hervorsticht. Ob Äpfel, Himbeeren oder Pfirsiche: Die meisterhaften Bilder machen einfach Lust auf Obst.

Probieren Sie es aus! Das Postkartenheft enthält vier Postkarten und vier Briefmarken im Gesamtwert von 3,40 Euro und ist in den Filialen und in den Philatelie-Shops sowie im Online-Shop der Österreichischen Posterhältlich.

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