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Haferbrei Getreide Obst
Michaela 30.9.2018

Getreide auf Briefmarken

Das Fürstentum Liechtenstein gab am 6. März 2017 neue selbstklebende Dauermarken zum Thema Kulturpflanzen heraus, die heimische Getreidesorten zeigen: Hafer, Gerste, Mais und Hirse. Ein Drittel der Fläche Liechtensteins wird durch Getreide-, Gemüse-, Obst- und Weinanbau sowie Viehwirtschaft landwirtschaftlich genutzt, und immer wieder werden diese Themen auch in der Philatelie aufgegriffen, wie z. B. in der Serie „Alte Obstsorten“.

Getreide auf Briefmarken
Heimisches Getreide auf Briefmarken aus Liechtenstein (© Liechtensteinische Post)

Vom Babybrei bis zum Bier

Die Vielseitigkeit von Getreide ist durchaus erstaunlich, daher wollen wir uns die Getreidesorten auf den neuen Briefmarken einmal etwas näher ansehen.

Getreide ist nicht gleich Getreide

Mais aus Liechtenstein
Mais aus Liechtenstein (© Liechtensteinische Post)
Riebel Mais
Riebel – Spezialität aus Maisgrieß (© Marysckin/ Fotolia.com)

Ein besonders vielseitiges Getreide ist der Mais. Der hat nicht nur große Bedeutung als Tierfutter, sondern man macht unter anderem auch Cornflakes oder Tortilla-Chips daraus. Auch gekocht oder gegrillt als „corn on the cob“ wird er gerne gegessen.

Aus Maisgrieß wird eine traditionsreiche Speise namens Riebel (oder Ribel) zubereitet – eine Art Sterz, wie man in Österreich sagt, der aus Mais- und Weizengrieß angerührt und dann angebraten wird. Das war im Grenzgebiet von Liechtenstein, Österreich und der Schweiz früher eine einfache Mahlzeit, ein sättigendes und billiges Frühstück vor allem im bäuerlichen Bereich. Die Bezeichnung Rheintaler Ribel ist übrigens in der Schweiz eine geschützte Ursprungsbezeichnung.

Getreide zum Trinken

Briefmarke Liechtenstein Gerste
Gerste aus Liechtenstein (© Liechtensteinische Post)
Gerste Getreide Bier
Nahrhaftes Getreide: Aus Gerste wird Bier (© demarco/ Fotolia.com)

Aus Mais – auch Kukuruz genannt – macht man ja bekanntlich auch Popcorn. Popcorn ist eine beliebte Zutat zum Filmschauen, ob im Kino oder zuhause vor dem Fernseher. Dazu trinkt manche oder mancher gerne ein Bier, und dieses wird ja ebenfalls aus Getreide erzeugt, vor allem aus Gerste und Weizen (dazu kommt dann noch der Hopfen, der mit seinen Bitterstoffen für das Aroma und die Haltbarkeit sorgt).

Das ist auch der Hauptverwendungszweck für die Gerste, nebenbei wird sie noch zu Graupen, Flocken und Malzkaffee verarbeitet oder als Tierfutter eingesetzt. Gerste enthält übrigens auch Gluten, daher ist Bier bei Glutenunverträglichkeit nicht unbedingt empfehlenswert.

Alternatives Getreide

Hirse Briefmarke Liechtenstein
Hirse aus Liechtenstein (© Liechtensteinische Post)
Hirse Getreide Vogel
Nicht nur Vögel mögen Hirse (© Multiart/ Fotolia.com)

Bei der Getreideart Hirse denkt mancher Vogelliebhaber wohl zuerst an die Kolbenhirse, die als Vogelfutter bei unseren gefiederten Freunden überaus beliebt ist. So ein Hirsekolben ist da ganz schnell abgeknabbert!

Heute ist Hirse für viele Glutenallergiker eine Alternative zu anderem Getreide und wird gerne für Getreidelaibchen, Risotto oder süßen Brei verwendet. Es gibt sogar glutenfreies Hirsebier! Manche Hirsearten werden auch zur Herstellung von Naturfasern oder für Biogas genutzt.

Frühstück nicht nur für Pferde

Hafer Getreide Liechtenstein
Hafer aus Liechtenstein (© Liechtensteinische Post)
Pferd Hafer
Eindeutig vom Hafer gestochenes Pferd (© Ron Leishman/ Shutterstock.com)

Aus Hafer macht man – wenig überraschend – die Haferflocken, die ja praktisch in jedem Müsli und in vielen Frühstücksflocken und Kinderbreispeisen enthalten sind. Auch als Milchersatz bei Laktoseunverträglichkeit gewinnen „Haferdrinks“ immer größere Bedeutung.

Hafer ist auch ein wichtiges Viehfutter, vor allem für Pferde, Rinder und Geflügel. Wenn jemanden sprichwörtlich „der Hafer sticht“, dann ist er überdreht und unruhig, so wie eben ein Pferd, das zu viel Hafer gefressen hat und dessen Verdauungstrakt nun damit kämpft. Auch Pferde können dann entsprechend übellaunig und unberechenbar sein, wie die Illustration ganz deutlich zeigt.

Kernige Briefmarken

Getreide Briefmarke Österreich
Die Kornähre: Getreide aus Österreich (© Zvonimir Atletic/ Shutterstock.com)

Und nachdem die Landwirtschaft als Wirtschaftszweig bis ins 20. Jahrhundert große Bedeutung hatte, gibt es natürlich aus wohl jedem Land auch Briefmarken, die das – jede auf ihre Weise – darstellen.

Eine österreichische Freimarkenserie aus 1922 – gestaltet vom genialen Briefmarkenentwerfer Wilhelm Dachauer – zeigt eine Kornähre, das Symbol der Landwirtschaft, und bei anderen Nominalwerten Hammer und Zange.

Ebenfalls schlicht gestaltet sind diese Briefmarken aus Israel mit den Getreidesorten Weizen und Gerste.

Eine farbenfrohe Briefmarke aus der Mongolei zeigt einen Maiskolben vor den beeindruckenden Erntegeräten. Die polnische Briefmarke aus dem Jahr 1988 wiederum wurde anlässlich einer Landwirtschaftskonferenz ausgegeben, daher auch die Kombination aus Getreidefeldern im Hintergrund, Ähren auf einem Bildschirm und Tastatur im Vordergrund.

Und besonders sonnengelb strahlend ist diese Briefmarke aus Australien: Da spürt man schon fast die Gluthitze über dem Getreidefeld!

Weizen Getreide Australien
Weizenfeld in Australien (© spatuletail/ Shutterstock.com)

 

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