Flora und Fauna Themen
Nacktkopf-Paradiesvogel
Michaela 8.9.2017

Paradiesvogel zum Kleben

Ein Vogelparadies für den Paradiesvogel: Der Paradiesvogel gibt nicht nur ein farbenprächtiges Motiv für eine Briefmarke ab, er ist auch das Wappentier von Papua-Neuguinea, einem Inselstaat nordöstlich von Australien. Das kommt nicht von ungefähr, denn fast alle Paradiesvögel leben ausschließlich auf der Insel Neuguinea, deren Ostteil zum Staat Papua-Neuguinea gehört.

Und Neuguinea gehört wiederum zum Kontinent Australien – einst waren die beiden Inseln sogar miteinander verbunden –, daher ist es nicht ganz falsch, vom Australischen Paradiesvogel zu sprechen, obwohl nur eine einzige Gattung wirklich in Australien vorkommt. Aber das ist wieder eine andere Geschichte …

Pracht und Glanz

Schmuck-Paradiesvogel
Schmuck-Paradiesvogel (© gemeinfrei/Wikimedia)

Was die Paradiesvögel so besonders macht, ist ihr außergewöhnliches Gefieder, das in ausgeklügelten Balzritualen zur Schau gestellt wird. Manche haben eingeringelte oder besonders lange, bunte Schwanzfedern, die beim Balzen aufgestellt werden, andere wiederum leuchtende oder metallisch glänzende Federn im Nacken oder auf der Brust, die wie ein Kragen entfaltet werden. Wieder andere spreizen ihre Flügel wie einen Kranz rund um sich und versuchen so, dem Weibchen zu imponieren. Einige haben auch extralange Federstrahlen am Kopf, wie kleine wippende Fähnchen. Übrigens sehen – wie so oft im Tierreich – die Weibchen meist eher unscheinbar aus. Offenbar haben sie es nicht nötig, die Männchen zu beeindrucken.

Hier ein paar Beispiele für die Vielfalt der Paradiesvögel:

Paradies auf Briefmarke

Und welches Land, wenn nicht in Papua-Neuguinea, sollte wohl sonst Briefmarken mit diesen so außergewöhnlichen Vögeln ausgeben?

Auch der Oman hat eine Serie von Briefmarken mit exotischen Vögeln herausgegeben, einige davon zeigen auch Paradiesvögel:

Eine ganz besondere Ausgabe ist auch jene der Post der Vereinten Nationen:

UN Briefmarke Paradiesvogel
Der Paradiesvogel auf UN-Briefmarken (© United Nations Postal Administration)

Der österreichische Paradiesvogel

Abgesehen davon, dass im nicht deutschsprachigen Ausland immer noch Österreich gerne mit Australien verwechselt wird, gibt es noch eine andere Verbindung der ganz besonderen Art: Im Jahr 1884 entdeckte der deutsche Naturforscher Carl Hunstein mehrere Paradiesvogelarten, darunter auch den Blauparadiesvogel – der übrigens auch auf einer Briefmarke abgebildet ist:

Zu Ehren des unglücklichen österreichischen Kronprinzen Rudolf, dem Sohn Kaiser Franz Josephs I., erhielt der Vogel den lateinischen Namen Paradisiaea rudolphi. Interessanterweise gibt es noch einen zweiten „royalen“ Paradiesvogel: den Kaiser-Paradiesvogel Paradisiaea guilielmi, der nach dem deutschen Kaiser Wilhelm II. benannt ist – er wurde ebenfalls von Hunstein entdeckt und ist auch auf einer Briefmarke verewigt:

Diese zwei Spezies führen übrigens ihre Balz kopfüber hängend und stellen so ihre prächtigen Federn besonders spektakulär zur Schau – ob Letzteres den Namensgeber wohl in irgendeiner Form zu den Namen inspiriert hat?

Blume oder Vogel?

Die Paradiesvogelblume erinnert im Aussehen ganz klar an einen flatternden bunten Paradiesvogel. Sie wird auch Königs-Strelitzie oder Papageienblume genannt und gibt natürlich ebenfalls ein wunderschönes Briefmarkenmotiv ab.

Paradiesvogelblume
Blume, nicht Vogel: die Paradiesvogelblume (© David M. Schrader/Shutterstock.com)
Briefmarke Paradiesvogelblume
Paradiesische Blume auf Briefmarke (© Alexander Zam/Shutterstock.com)

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