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Die Weinanbaufläche in Deutschland ist im Laufe der Jahrhunderte aufgrund des Aufkommens des Biers, der Schäden des Dreißigjährigen Krieges und der Verbreitung der Reblaus zwar geschrumpft, die Qualität des Weines hat aber deutlich zugelegt: Deutscher Wein wird national und international immer beliebter! (© Deutsche Post)
Claudia 14.9.2017

Briefmarke zum Weinanbau in Deutschland

Deutschland zählt vielleicht nicht zu den berühmtesten Weinanbauländern, doch mittlerweile gehören einige deutsche Weine zu den besten der Welt! Besonders der Riesling genießt internationale Anerkennung. Das nahm die Deutsche Post zum Anlass, am 7. September 2017 eine Briefmarke mit dem Titel Weinanbau in Deutschland herauszugeben. Nettes Detail und erst auf den zweiten Blick zu erkennen: Die Traube hat die Form Deutschlands!

Was viele vielleicht nicht wissen: Die Weinkultur in Deutschland hat eine lange Tradition, sie ist mehr als 2000 Jahre alt. Natürlich gehört Deutschland – im internationalen Vergleich – zu den eher kleineren Weinbaunationen, denn im Vergleich zu Frankreich oder Spanien ist die Anbaufläche nicht besonders groß. Dennoch ist Deutschland ein besonderes Weinbauland, denn ein Teil der Rebfläche liegt nördlich des 50. Breitengrades. Es galt lange Zeit als nahezu unmöglich, jenseits dieser Grenze qualitativ hochwertige Weine zu erzeugen. Flächendeckend ist Weinanbau in dieser Region auch nicht möglich, da es an Licht und Wärme fehlt. Doch in begünstigten Hanglagen, zum Beispiel an der Ahr, am Rhein oder auch an der Elbe in Sachsen, gelingt es den Winzern, hervorragende deutsche Weine zu keltern.

Insgesamt gibt es 13 traditionelle Weinanbaugebiete in Deutschland: Ahr, Baden, Franken, Hessische Bergstraße, Mittelrhein, Mosel, Nahe, Pfalz, Rheingau, Rheinessen, Saale-Unstrut, Sachsen und Württemberg. Insgesamt ist die Weinanbaufläche Deutschlands rund 100.000 Hektar groß, wobei Rheinessen – zwischen Alzey, Worms, Mainz und Bingen; im Norden und Osten vom großen Rheinbogen umschlossen – mit rund 26.000 Hektar das größte deutsche Anbaugebiet ist.

Aufgrund der klimatischen Bedingungen und der Bodenbeschaffenheit ist Deutschland ein traditionelles Weißweinland, es dominiert der Riesling, gefolgt von Müller-Thurgau, Silvaner, Ruländer und Weißburgunder. Der deutsche Weißwein ist meist leichter und spritziger, teilweise auch fruchtiger und filigraner als Wein aus anderen europäischen Weinbauländern. Seit etlichen Jahren ist jedoch ein Wandel zu erkennen. Die Tendenz geht ganz klar in Richtung Rotwein, inzwischen werden bereits auf etwa einem Drittel der Rebfläche rote Rebsorten kultiviert.

Im Artikel „Wein, Genuss und Briefmarken“ gibt es noch mehr zum genussvollen Thema „Wein und Briefmarken“ zu lesen…

Für nähere Infos zur Briefmarke Weinanbau in Deutschland der Deutschen Post klicken Sie bitte hier!

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